Tagestipps

Montag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Gesprächszeit: Esther Senot

Vor 75 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Den Todesmarsch nach Schließung des Lagers überlebte die französische Jüdin Esther Senot mit nur 32 Kilogramm Körpergewicht. Nur viel Glück und ein unbändiger Wille sicherte ihr das Überleben. Heute sagt sie: "Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich das gleiche Geschwätz wie 1940 wieder erlebe."

Montag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Isabella Kolar Die Dickschädel hinter den Bergen Lithium-Krieg in Portugal Von Jochen Faget Portugal ist reich an Lithiumvorkommen, die Regierung spricht bereits vom ,weißen Gold". Nur liegen die anscheinend größten Reserven in der nordöstlichen Grenzregion Trás-os-Montes und dort will niemand ein Bergwerk. Der Abbau würde im Tagebau stattfinden, weite Landstriche mit intakter Natur würden zerstört werden. Bei dem Städtchen Boticas hat sich bereits eine Bürgerinitiative gegründet, die gegen den Lithiumabbau kämpfen will, der Landrat ist ebenfalls dagegen. Trás-os-Montes ist eine der unterentwickeltsten und vernachlässigten Regionen Portugals. Uran- und Granitbergwerke haben die Landschaft in der Vergangenheit zerstört, darum sagt die Bürgerinitiative von Boticas nein zum Lithiumbergwerk, der Landrat will ,bis zum Letzten" mit seinen Bürgern dagegen kämpfen.

Montag 19:00 Uhr HR1

hr1-Lounge in Concert: Roachford und Seal

Britischer Soul - live in München und Düsseldorf Moderation: Bastian Korff Soul aus Großbritannien hat einen guten Ruf. Mitverantwortlich dafür sind die samtweichen Stimmen von Andrew Roachford und Seal - einmal ein bisschen verrückt, einmal kuschelig. Überzeugen Sie sich selbst - wir haben zwei Musikvideos für Sie.

Montag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Monster (1/4) Von Yishai Sarid Der Kampf mit der Erinnerung an den Holocaust Übersetzung aus dem Hebräischen: Ruth Achlama Komposition: Dirk Leyers Einrichtung und Regie: Detlef Meißner Anschließend: WDR 3 Foyer

Montag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Das Leiden der Angehörigen Wie Alkoholsucht Familien zerstört Von Christina Rubarth Alkoholabhängigkeit ist mittlerweile ein Thema, das gehört wird. Meistens dann, wenn wieder eine Studie zeigt, dass Alkoholsucht eine deutsche Volkskrankheit ist. Fast zwei Millionen Deutsche sind alkoholabhängig. Viel zu selten finden aber die Gehör, die oft am stärksten leiden unter der Abhängigkeit: nicht die Abhängigen selbst, sondern ihre Angehörigen - ihre Partner, Eltern, Kinder. Und das sind viele. Knapp drei Millionen Kinder haben alkoholsüchtige Eltern. Sie verfolgt die Abhängigkeit ihr Leben lang, macht sie anfällig, selbst süchtig zu werden, psychische Störungen zu erleiden. Ein Feature, in dem Menschen eine Stimme bekommen, die oft unsichtbar bleiben.

Montag 20:04 Uhr WDR3

WDR 3 Konzert live

Mit Susanne Herzog WDR 3 Gedenkkonzert 75 Jahre Befreiung von Auschwitz Mit Werken der von den Nazis ermordeten jüdischen Komponisten Viktor Ullmann, Gideon Klein und Pavel Haas, sowie einer Uraufführung des in Israel lebenden Komponisten Richard Farber begeht WDR 3 den Internationalen Holocaust Gedenktag. Der jüdische Komponist Richard Farber entstammt einer deutschen Familie, von der mehrere Familienmitglieder dem Holocaust zum Opfer gefallen sind. Farber selbst ist in den USA aufgewachsen und als junger Erwachsener nach Israel ausgewandert. Dort wurde er zum Komponisten, Schriftsteller und Regisseur ausgebildet. Für den WDR hat er mehrere Hörspiele mit Musik geschrieben, sowie einen Liederzyklus nach Heinrich Heine. In seinem neuen quasi oratorischen Werk nimmt Farber die Position eines alten Menschen ein, der von der familiären Betroffenheit durch den Holocaust tief geprägt ist, in den USA den Kalten Krieg erlebt hat und der in unsere Gegenwart neue, globale Gefahren wahrnimmt. Die Sprache des Textes ist bewusst trocken, karg und fast abstrakt gehalten. Umso dramatischer wirkt die Musik. Viktor Ullmann: 3 jiddische Lieder, op. 53 für Sopran und Klavier Gideon Klein: Klaviersonate Pavel Haas: 4 Lieder nach Worten chinesischer Poesie für Bariton und Klavier Richard Farber: More Glowing Embers für 3 Sprecher, Klavier, Synthesizer, Schlagzeug und Streicher, Uraufführung Elisabeth von Stritzky, Sopran und Sprecherin; Thomas Bonni, Bariton und Sprecher; Niek van den Dool, Sprecher; Christoph Schnackertz, Klavier; Kölner Akademie, Leitung: Michael Alexander Willens Übertragung aus dem Kölner Funkhaus

Montag 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Märzengrund Von Felix Mitterer Mit Bernhard Eberharter, Heinz Tipotsch, Magdalena Wurm, Martha Brugger, Gebhard Eberhart und Elisabeth Angerer Komposition: Maria Ma Regie: Martin Sailer ORF 2018 Wiederholung vom Sonntag, 15.05 Uhr Was treibt den Zillertaler Bauernsohn Elias dazu an, sich allen Erwartungen seiner Umwelt radikal zu entziehen, sein Erbe auszuschlagen, sich in den "Märzengrund" zu begeben und diese hochgelegene Alm 40 Jahre nicht mehr zu verlassen, bis ihn das Schicksal in ein Altenheim verpflanzt, wo er keine Wurzeln mehr schlagen kann? Felix Mitterer ist auf diese reale Geschichte gestoßen und hat das Recherchierte mit seiner Poesie verbunden. Realisiert wurde das Hörspiel im Landesstudio Tirol mit bühnenerprobten Laien aus dem Zillertal. Denn sie wissen, was dort der Märzengrund bedeutet. Felix Mitterer, geb. 1948 in Achenkirch, Tirol. Dramatiker und Schauspieler, tätig als Theater- und Drehbuchautor, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Dramen unter anderem Drachendurst (2011), Jakob der Letze (2013), Märzengrund (2016), Brüderlein Fein (2019). Das Hörspiel Märzengrund wurde unter anderem mit dem ORF-Hörspielpreis des Jahres 2018 ausgezeichnet.

Montag 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit Kelvin Jones Geboren wurde er in London, danach wuchs er aber in Zimbabwe auf. Auch in Berlin hat er eine Zeit lang gewohnt, doch spätestens seit seinem Hit "Call You Home", der binnen 24 Stunden eine Million Mal im Internet aufgerufen wurde, reist der bluesig-soulige Singer-Songwriter ständig durch die Gegend. Seitdem hat er auch schon mit Alle Farben und Younotus zusammengearbeitet und live etliche Leute begeistert: Wir haben für Sie den Mitschnitt seines Konzerts vom A Summer"s Tale 2019.

Montag 22:00 Uhr MDR KULTUR

Der Reisende

Nach dem gleichnamigen Roman Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus Von Ulrich Alexander Boschwitz (Übernahme) Er ist wohlhabend und gebildet, angesehener Kaufmann und Unternehmer, ein Bürger durch und durch. Und er ist Jude. Obwohl die Welt um ihn herum gerade in Scherben zerbricht, und die Gewaltexzesse gegen Juden in vollem Gange sind, wähnt er sich in Sicherheit. Doch dann poltert die Gestapo in seine Wohnung und er muss fliehen, Hals über Kopf. "Mir ist der Krieg erklärt worden, mir persönlich." Sein Teilhaber drängt ihn aus der eigenen Firma, ein Fluchtversuch nach Belgien scheitert, und der Schwager, bei dem Silbermanns arische Frau untergeschlüpft ist, lässt ihn auflaufen. "Ich lebe mit Verlust", resümiert er schließlich. Mit einer Aktentasche voll Geld, das er vor den Häschern des Naziregimes retten konnte, reist er ziellos umher. Rattert auf Gleisen erschöpft durch die Republik, drückt sich in ständiger Hab-Acht-Stellung auf Bahnsteigen herum und in Bahnhofsrestaurants, begegnet Menschen, die es mal besser, mal schlechter mit ihm meinen, bis ihm auch noch die letzte Sicherheit abhandenkommt: Seine prall gefüllte Aktentasche. Während er schläft, wird sie ihm geklaut. Jetzt ist er auch pekuniär bankrott und kann nicht mal mehr reisen. Wie ein Krimineller versteckt er sich in seiner eigenen Wohnung. Stur auf seinen Rechten beharrend, begibt er sich anderntags aufs Polizeirevier, um den Diebstahl zu melden. Dabei wird er verhaftet. Regie: Irene Schuck Bearbeitung: Irene Schuck Produktion: Norddeutscher Rundfunk 2018 Sprecher: Patrick Güldenberg Wolfgang Pregler Felix von Manteuffel Oda Thormeyer Anne Weber Jonas Minthe Paul Herwig Achim Buch Erkki Hopf Julian Greis Matti Krause Jürgen Uter Bekim Latifi Christoph Rudolph Anne Moll Jens Wawrczeck Jan-Peter Kampwirth Tilo Werner Christoph Tomarek Anne Müller Veit Stübner Angelika Richter Peter Weis (70 Min.)

Montag 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Essay

"Ich könnt´ heulen" Vom deutschen Schlager Von Wolfgang Buschlinger Man mag von Helene Fischer halten, was man will - sie ist die derzeitige Ikone des deutschen Schlagers - obwohl es den eigentlich gar nicht mehr gibt. Natürlich hat er noch Fans, der Schlager. Über die Jahre hinweg ist der deutsche Schlager sang- und klanglos zum peinlichen Discofox-Nischenprodukt mit Eventcharakter geworden. Vorbei sind die Zeiten, in denen er zum Bürgertum gehörte wie das eigene Häuschen und der VW Golf. Helene Fischer ist nur noch Rand ... Wo bist du hingekommen, deutscher Schlager? Spurensuche tut not. (Produktion 2017)

Montag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

Groschens Grab Nach dem Roman von Franzobel Bearbeitung: Susanne Hoffmann Regie: Beatrix Ackers Mit: Georg Seeberg, Wolfram Berger, Gabriela Benesch, Gerti Drassl, Horst Heiss, David Miesmer, Reinhold Moritz, Ana Stevanovic Bilic, Thomas Mraz, Erhard Hartmann, Wolfgang Hübsch, Peter Strauß, Inge Maux, Martin Zauner, Krista Stadler, Gerald Votava, Haymon Maria Buttinger, Ljubisa Lupo Grujcic, Peter Danzinger Komposition: Otto Lechner Ton: Axel Wernecke, Birgit Gall Produktion: NDR 2017 Länge: 54"31 Kommissar Groschen schlurft mürrisch durch Wien. Da weckt ein Mordfall seine Lebensgeister. Das Opfer ist "die Rübenkönigin": eine alte Frau, die mit Pornoliteratur eine späte Karriere startete. Kommissar Groschen kämpft mit einer veritablen Herbstdepression. Düster gestimmt schlurft er durch die Straßen Wiens, unter einem Himmel grau wie eine Austernschale. Als ihm ein richtig schön grausliger Mordfall in die Polizeistube flattert, lebt Groschen auf. Das Opfer ist eine alte Frau, einschlägig bekannt als die ,Rübenkönigin", die mit dem Verfassen von Pornoliteratur eine späte Karriere startete. Alles deutet auf einen Ritualmord hin. Die atemberaubende Verbrecherjagd beschert dem Kommissar alle möglichen grotesken Begegnungen. Morbide und makaber: ein sehr wienerischer Kriminal-Groschenroman. Franzobel, geboren 1967 in Vöcklabruck, ist ein österreichischer Schriftsteller, ausgezeichnet u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 1995 und dem Arthur-Schnitzler-Preis 2002. "Groschens Grab" erschien 2015 bei Zsolnay. Zuletzt erschien dort sein Kriminalroman "Rechtswalzer". Groschens Grab

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