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Nachrichten

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Götterfunken und Schicksalsklang". Himmlisches und Irdisches bei Ludwig van Beethoven findet Michael Krassnitzer, Journalist und Musikliebhaber, in der Woche zum Ö1-Beethoventag. - Gestaltung: Alexandra Mantler Im Werk Ludwig van Beethovens, dessen Geburtstag sich 2020 im Dezember zum 250. Mal jährt, manifestieren sich höchst gegensätzliche geistige Strömungen. In der "Missa Solemnis", einer der berühmtesten Messen der abendländischen Musik, macht der Komponist die Ohnmacht des Menschen gegenüber der göttlichen Allmacht auf überwältigende Weise erfahrbar. Zugleich war Beethoven geprägt von der Französischen Revolution mit ihrem Ruf nach "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" und ein glühender Anhänger der Aufklärung, in welcher der Mensch die höchste Instanz darstellt. Wie auch immer er diese Gegensätze für sich unter einen Hut gebracht haben mag - Beethovens Wirken spiegelt eine Epoche wider, in der um das Verhältnis zwischen Mensch und Gott erbittert gerungen wurde, gesellschaftlich und individuell. In der Woche zum "Ö1-Beethoventag" am 1. Februar macht sich der Journalist und Musikliebhaber Michael Krassnitzer "Gedanken für den Tag" über Himmlisches und Irdisches bei Ludwig van Beethoven.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Aimie Rehburg. Matthias Kronsteiner feiert das Fagott, Lili Boulanger die Intensität eines kurzen Lebens und Georges I. Gurdjieff den Vierten Weg "Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest. Und laß dir jeden Tag geschehen so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele Blüten schenken läßt". Rainer Maria Rilke (Mir zur Feier)

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Schmuck, Schutz und Wärmedämmung. Der Ornithologe Benjamin Knes über die Vogelfeder. Teil 2: Jeder Typ hat eine andere Funktion Gestaltung: Aimie Rehburg Ob weiße Daunenfeder, gesprenkelte Armschwinge, schwarzer Stoß oder rote Konturfeder - die Farben-, Formen- und Funktionsvielfalt der Vogelfeder scheint grenzenlos. So "schminkt" der Bartgeier sich und seine Federn rot mit Hilfe von Eisenoxid-haltigem Wasser, der Pfau wiederum muss nur in die Sonne schreiten, um die Farben seines Rads zur Geltung kommen zu lassen. Im Schatten allerdings verblassen diese. Dass nicht nur tropische Vögel bunt sind, erklärt der junge Wissenschafter Benjamin Knes ebenso anschaulich, wie die Notwendigkeit, dass das Sammeln von Vogelfedern klaren Regeln des Naturschutz- und Jagdgesetzes unterliegt. Benjamin Knes beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit dem Thema Vogelfeder. Aus seiner kindlichen Leidenschaft ist ein leidenschaftlicher Beruf geworden: Als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Nationalpark Neusiedlersee Seewinkel kümmert sich der angehende Wildtierökologe Benjamin Knes nicht nur um das Monitoring und den Schutz der Vögel, sondern er gibt auch als selbständiger Ornithologe und Vogelfeder-Experte zahlreiche Workshops und arbeitet ehrenamtlich beim Vogelfeder-Online-Nachschlagwerk "featherbase" mit.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Das postfaktische Zeitalter

Von der Degradierung der Wissenschaft (2). Gestaltung: Ulla Ebner Noch nie waren Menschen so gebildet wie heute. Noch nie war Wissen so leicht zugänglich für alle. Und dennoch werden Falschmeldungen und Verschwörungstheorien zu einem wachsenden Problem für unsere Demokratien. Sie beeinflussen Wahlen, verstärken die Polarisierung von Gesellschaften und lassen exzentrische Politiker an die Macht kommen, die bewusst ihre eigenen Parallelrealitäten erschaffen. Als ein Wendepunkt wird hier das Jahr 2016 gesehen: das Jahr, in dem Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen gewann. Im selben Jahr erklärte das Oxford Dictionary den Begriff "Post-Truth" zum Wort des Jahres, in Deutschland erhielt das Wort "postfaktisch" den gleichen Titel. Laut Washington Post verbreitete Trump in den ersten 1.000 Tagen seiner Amtszeit mehr als 13.400 Unwahrheiten. Doch, gelogen wurde in der Politik vermutlich seit es sie gibt. Was also ist das Neue am Phänomen der postfaktischen Demokratie? Auffällig ist, dass sich Politiker wie Trump oder Putin gar nicht darum kümmern, ob ihre Lügen auffliegen. Tatsachen verdrehen ist zur Machtdemonstration geworden: ich entscheide, was wahr oder falsch ist. Sich offen zur einen oder anderen "Wahrheit" zu bekennen, wird Ausdruck einer bestimmten politischen Identität. Vorsätzlich diskreditieren politische Akteure wissenschaftliche Forschung, wenn diese ihren Interessen widerspricht. Stichwort Klimawandel. Der politische Kampf gegen Klimaforscher und andere Wissenschafter hat Methode. Die Erdölindustrie finanziert gezielt konservative Think Tanks, um angebliche Experten in die Medien zu bringen, die fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse über Treibhausgase in Frage stellen. Vorlage dafür war eine Kampagne der Tabakindustrie in den 1950ern. Diese versuchte jahrelang, in der Öffentlichkeit Zweifel darüber zu schüren, ob Rauchen tatsächlich krebserregend sei. Neu ist auch die massive Verbreitung von "Fake News" über das Internet. Eine unüberschaubare Fülle an Informationen macht es den Menschen schwer, seriöse Berichte von Halbwahrheiten und Lügen zu unterscheiden. Auf Social Media bekommt Aufmerksamkeit, wer am schrillsten ist und am meisten emotionalisiert. Das ist kein Zufall. Die Algorithmen dieser Netzwerke wurden unter Einbindung von Psychologen entwickelt, die untersucht haben, was es braucht, damit wir möglichst lang in den Netzwerken verweilen. Zahlreiche Faktencheck-Projekte gehen mittlerweile den Falschmeldungen nach und bemühen sich, Richtigstellungen im Netz zu verbreiten. Mit mäßigem Erfolg. Manchmal können diese Versuche sogar das Gegenteil bewirken: sie erzeugen bei deren Anhängern ein "Jetzt erst recht"-Gefühl, den sogenannten Backfire-Effekt. Denn Informationen, die nicht in unser Weltbild passen, erzeugen bei uns eine kognitive Dissonanz, ein Gefühl der Verstörung. Wie kann man dieses Phänomen also bekämpfen? Ein Radiokolleg über alternative Fakten, gefühlte Wahrheiten und die Zukunft unserer Demokratie. Die Sendung ist Teil der Ö1 Initiative "Reparatur der Zukunft".

09.30 Uhr
Radiokolleg - Mehr Tabu als Sex?

Die Menstruation im Porträt (2). Gestaltung: Tanja Rogaunig Die Periode, die Regel, meine Tage, Besuch von Tante Rosa, Erdbeerwoche, Los Wochos. Die Menstruation betrifft die Hälfte der Menschheit. Trotzdem wird sie nur selten bei ihrem Namen genannt. Nach wie vor wird über die Monatsblutung mehr peinlich geschwiegen als offen gesprochen. In ihrer vierteiligen Radiokolleg-Reihe über die Menstruation stellt sich Tanja Rogaunig die Frage, warum das so ist und was während der Tage im Körper eigentlich passiert. Sie spricht mit Gynäkologen über Regelschmerzen und fragt nach, wie harmlos es ist, die Monatsblutung mit der Pille ganz zu unterdrücken. Mädchen und Frauen erzählen über ihre erste Regel, über Stimmungs- und Leistungsschwankungen, bevorzugte Hygieneartikel und Sex während der "kritischen Tage". Dass über die Regel nicht gesprochen wird, hat lange Tradition. Bereits das Alte Testament deklarierte die Menstruation als Unreinheit, der mit strengen Auflagen zu begegnen sei: "Hat eine Frau Blutfluss und ist solches Blut an ihrem Körper, soll sie sieben Tage lang in der Unreinheit ihrer Regel verbleiben. Wer sie berührt, ist unrein bis zum Abend". (Buch Levitikus, Kapitel 15) Auch in anderen religiösen Schriften wird die menstruierende Frau als unrein und damit tabu erklärt, was ihren Ausschluss aus dem religiösen und sozialen Leben bedeutet. In Indien ist Frauen im gebärfähigen Alter der Zutritt zu vielen Tempeln nach wie vor verboten. Außerdem werden sie, wie auch in manchen Gegenden Nepals, während ihrer Tage in Menstruationshütten verbannt. In Europa griff im 20. Jahrhundert die Intimhygiene-Industrie das Reinheitsgebot auf. Binden und Tampons wurden mit Slogans wie "sauber und sicher" beworben. Nach wie vor wird Diskretion großgeschrieben. Anstelle von Menstruationsblut ist es in Werbespots üblich eine blaue Ersatzflüssigkeit zu zeigen. Vor allem Hersteller von nachhaltigen Damenhygieneprodukten wie Bio- Binden oder Menstruationstassen bemühen sich seit einigen Jahren um eine schambefreite und offene Kommunikation: "Menstruation ist normal. Sie zu zeigen sollte es ebenso sein", lautet etwa ein Slogan. Auf Social-Media-Kanälen rufen Aktivistinnen unter dem Hashtag #periodpride zu einem stolzen Umgang mit der Periode auf. Frei von Scham und Tabus ist das Thema aber noch nicht. Erst 2019 wurde in sozialen Netzwerken gegen ein Menstruations-Emoticon in Form eines roten Bluttropfens protestiert. Und eine repräsentative Umfrage der Wiener Menstruations-Informationsplattform "Erdbeerwoche" unter 1.100 österreichischen Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren aus dem Jahr 2017 ergab nicht nur gewaltige Wissenslücken rund um das Thema Menstruation, sondern förderte auch ein negatives Bild der Regel zutage. 60 Prozent der Mädchen gaben an, eine negative Einstellung zu ihrer Menstruation zu haben und 70 Prozent der Burschen fanden das Thema "unwichtig" und "peinlich".

09.45 Uhr
Radiokolleg - Beethovens "Fidelio"

Klingende Revolution und /oder Manifest bedingungsloser Liebe? (2). Gestaltung: Gerhard Krammer Nicht gerade einfach war sie, die Entstehung der Oper "Fidelio" von Ludwig van Beethoven. Drei Versionen, vier Ouvertüren - heute würde man diese moderne Genese als "work in progress" bezeichnen. Was - neben künstlerischen Motiven - zusätzlich hinter diesem Prozess stand, versucht dieses Radiokolleg anlässlich des bevorstehenden Ö1-Beethoventages am 1. Februar 2020 aufzuzeigen. Das in den Jahren der Fidelio-Entstehung bestimmende gesellschaftlich einschneidende wie nachhaltig verändernde Ereignis war die französische Revolution. Diese Veränderungen fanden ihren Ausdruck auch in der Kunst. Und ging es bei Mozarts "Le Nozze di Figaro" um das Recht auf körperliche Liebe durch Macht, so steht Fidelio für die erschütternden Veränderungen in der Gesellschaft, die revolutionäre Sprengkraft der Freiheit, den Fall der Fesseln der Unterdrückung und der Willkür. Beethoven schreibt Musik aus der Aufklärung heraus. Mehr noch, er führt uns in die Weiten des Erhabenen, mit einer davor noch nie dagewesenen Sprache. Beethoven schafft hier - auch dank des Librettos von Joseph Sonnleitner nach der Vorlage von Jean-Nicolas Bouilly - ein Plädoyer für Liebe. Heute mögen solche Begriffe mit zu viel Pathos verknüpft sein. Schaut man aber auf die Substanz, so bietet sich Fidelio auch den Menschen im 21. Jahrhundert als Gesellschafts- und Lebensentwurf an, den zu reflektieren man sich zumindest ein wenig Zeit nehmen sollte. Auch um zu erspüren, ob etwas Allgemeingültiges auch noch 250 Jahre nach Beethovens Geburtstag zu uns durchdringen kann, uns durchdringen kann. Aus historischen Dokumenten und Berichten, philosophischen und historischen Positionen von Hector Berlioz bis Theodor W. Adorno, aktuellen Produktionen und Aufnahmen von Wiener Staatsoper, Theater an der Wien bis zum Freiburger Barockorchester - Momentaufnahmen eines zeitlosen Kunstwerkes, dem noch immer eine faszinierende Magie innewohnt. Gestaltung: Gerhard Krammer

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Robert Fontane. "Von ehelicher Liebe" oder was wäre "Fidelio" ohne Beethoven? Ausschnitte aus "L'amor coniugale" von Giovanni Simone Mayr und "Leonora" von Ferdinando Paër. Mit Cinzia Rizzone, Tatjana Charalgina, Duriusz Machej, Edita Gruberová, Siegfried Jerusalem u.a. Anlässlich der bevorstehenden Premiere der "Fidelio"-Originalfassung an der Wiener Staatsoper bildet im Jänner Beethovens einzige Oper einen Themenschwerpunkt von Ö1. Fidelio ist der Deckname der Titelheldin, die sich in ein Staatsgefängnis einschmuggelt, um ihren Ehemann, der dort unschuldig einsitzt, zu befreien. Mit der Vertonung dieser fiktiven Geschichte hatten sich bereits andere Komponisten befasst, ehe Beethoven mit seiner Version den nachhaltigsten Erfolg erzielen konnte. Zwei dieser Komponisten sind Giovanni Simone Mayr (1763-1845) und Ferdinando Paër (1771-1839), die beide - auf ganz eigenständige Weise, in unterschiedlicher Art und in individuellem Stil - die Vorlage von Jean-Nicolas Bouilly vertont haben. Während man bei Mayr die Namen Leonore oder Fidelio vergebens in der Besetzung sucht, tragen bei Paër die handelnden Personen dieselben Namen, die uns von Beethovens Version vertraut sind.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Balg". Von Tabea Steiner. Es liest Katharina Knap. Ein junges Paar zieht mit seinem Baby aufs Land, bastelt am Familienidyll und scheitert. Er, Chris, setzt sich ab. Sie, Antonia, bleibt überfordert zurück, ihr Sohn Timon entwickelt sich zu einem unberechenbaren Kind, das sich allen und allem entzieht. Tabea Steiner zeigt in ihrem Debütroman "Balg" empathisch und unsentimental das Nebeneinander verkorkster Leben und wie sehr der achtlose Umgang mit der Sprache die geistige Enge und gegenseitige Überwachung in einem kleinen Dorf spiegelt und bestimmt. Tabea Steiner, Jahrgang 1981, wuchs auf einem Bauernhof in der Nähe des Bodensees auf, studierte Germanistik und Geschichte und lebt heute in Zürich. Sie gründete das Festival Literaare in Thun, ist Mitorganisatorin des Berner Lesefestivals Aprillen und Mitglied in der Jury der Schweizer Literaturpreise. Ihr Romanerstling "Balg" wurde 2019 für den Schweizer Buchpreis nominiert. Gestaltung: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Rainer Elstner.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Wiener Klaviertrio. Johannes Brahms: a) Scherzo c-Moll für Violine und Klavier (3. Satz aus der F-A-E-Sonate); b) Klaviertrio Nr. 2 C-Dur op. 87 (aufgenommen am 14. Jänner im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses). Präsentation: Stefanie Maderthaner

15.30 Uhr
Moment

Über den Umgang mit Erziehungstipps Das Baby säße nicht richtig im Kindersitz, der blasse Sohn solle mehr Obst essen, die Mutter müsse länger stillen oder längst schon abgestillt haben. Meist sind es Mütter, die so kritisiert werden. Die Ratschläge mögen gut gemeint sein, oft verunsichern sie jedoch nur und meist hat niemand nach ihnen gefragt. Manches davon ist vielleicht brauchbar, vieles absurd. einiges ärgerlich. Ob Wildfremde, Bekannte oder die Großeltern, alle scheinen zu wissen, wie es besser geht. Nach der Sendung ist Ihre Meinung gefragt: Welche Tipps haben Sie bekommen? Und wie reagieren Sie darauf? War etwas davon war hilfreich? Haben sie einer Freundin oder ihrem Sohn schon einmal einen Rat gegeben? Fühlen sie sich unverstanden, wenn er nicht angenommen wird? Rufen Sie unter 0800 22 69 79 an, oder schreiben Sie ein E-Mail an moment@orf.at

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Vier Schwestern bei Rudi zu Gast Der Radiohund ist neugierig: wie lebt es sich als Kind mit vielen Geschwistern? Die vier Schwestern Helene, Eva, Mirjam und Stefanie erzählen Rudi von gefladerten Süßigkeiten aus dem Versteck der jüngeren Schwestern, von Streitereien um den perfekten Platz am Esstisch und von den lustigen Abendstunden, wenn zwei Schwestern gemeinsam in einem Zimmer übernachten. Helene: "Man hat mehr Möglichkeiten an irgendetwas Süßes zu kommen, wenn man so viele kleine Schwestern hat." Mirjam: "Es ist nervig, wenn Stefanie und Helene Süßigkeiten aus unserem Zimmer nehmen." Eva: "Mirjam und ich, wir schlafen gemeinsam in einem Zimmer und wir legen unsere Süßigkeiten zusammen. Aber wir geben sie an verschiedene Stellen, dass die anderen sie nicht gleich finden."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Die Sprache aber bleibt Treibsand Eine Spurensuche mit dem Schriftsteller und Totengräber Mario Schlembach Mit Johannes Silberschneider und Irina Wanka. Feature von Nikolaus Scholz "Nicht genügend, Themenverfehlung!", hieß der handschriftliche Vermerk unter der ersten Deutschschularbeit, die Mario Schlembach fehlerfrei abgab. Er hatte - anstelle der geforderten klassischen Erörterung - einen inneren Monolog verfasst. Auch sein erster Roman "Dichtersgattin" ist quasi ein innerer Monolog, der Ende November 2019 am Innsbrucker Kellertheater uraufgeführt wurde. Im Mittelpunkt des Stückes steht die kunstsinnige und ins Burgtheater vernarrte Hedwig, die sich in den Kopf gesetzt hat, als Muse ihres Gatten zu reüssieren, wie einst Alma Mahler-Werfel. In den zwei Jahrzehnten, die zwischen diesen beiden inneren Monologen vergangen sind, liegen ein Sommerjob als Postler, eine dreimonatige Weltreise, der Grundwehrdienst beim Bundesheer und Studien der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie der Philosophie und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität Wien. Auch hatte Mario Schlembach seinem Vater - den Totengräber von Sommerein - seit der Kindheit bei der Arbeit assistiert und während des Studiums als Bestattungshelfer auf verschiedenen Friedhöfen Wiens gearbeitet. Den pragmatischen Umgang mit dem Tod verarbeitete der auf einem Aussiedlerhof aufgewachsene Bauernsohn in seinem zweiten Roman "Nebel", in dem Mario Schlembach in die Untiefen des menschlichen Lebens führt.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. World Music Charts Europe (I) "Mixed style" ist in! In zwei Ausgaben stehen die Klangmöbel der Spielräume für eine breitgestreute Wohngemeinschaft: 42 Radiomacher/innen aus ganz Europa nominieren, wie seit Jahren schon, ihre persönlichen zehn Favoriten aus der aktuellen World-Music-Szene. Daraus entstehen die monatlichen World Music Charts Europe (WMCE). Oft erstaunen diese so manches Jury-Mitglied, weil keine einzige CD der eigenen Liste dabei ist ... Die Geschmäcker sind verschieden, ebenso die Radioformate, in denen die Kollegen/innen ihre regelmäßigen Sendungen gestalten. Spannend und qualitativ verlässlich aber nehmen sich die obersten Zehn beinahe immer aus. Allein sechs CDs aus Afrika finden sich unter den "Top Ten" der Jänner-Ausgabe. Mali ist zweimal vertreten, und generell liefern der Westen und Nordwesten des Kontinentes regelmäßig die prägende Grundfarben der Charts. Allerdings lassen sich allein schon zwischen den beiden Neuerscheinungen aus Mali beachtliche Unterschiede heraushören, und warum auch nicht, bei über 18 Millionen Menschen - wir würden ja auch nicht auf die Idee kommen, in Rumänien oder Chile nur eine einzige Musikfarbe zu erwarten. Oder doch? Fragen wie diese stellen sich dem an Musik aus aller Welt interessierten Publikum wahrscheinlich häufig. In dieser Sendung erklingt noch Musik für zwei Koras, gespielt von Vater und Sohn Sissoko, ein rein weibliches Gnawa-Ensemble aus Marokko, sowie zwei große Stimmen: Aziza Brahim aus Westsahara und Eneida Marta aus Guinea Bissau.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Frauen im Alten Ägypten. Mit Irmgard Hein, Institut für Ägyptologie der Universität Wien. Gestaltung: Isabelle Engels Bildliche Darstellungen in Grabstätten, Plastiken aber auch Texte aus ca. 3000 Jahren pharaonischer Geschichte erzählen von der vielfältigen gesellschaftlichen Bedeutung der Frau im Alten Ägypten. Während Frauen als Königinnen zu den bekannteren Wahrnehmungen gehören, ist das Bild der Frau im Alltag noch weniger ausgeleuchtet. Frauen als Königinnen kamen bereits seit dem Alten Reich (2686-2181 v.Chr.) wichtige Funktionen zu, zum einen als Gattin des Königs, etwa Nefertari, der Gattin von Ramses II. (Neues Reich, 13. Jh. v.Chr.) insbesondere aber als Mutter des Thronerben. War dieser noch jugendlich, führten sie auch an dessen Stelle die Geschäfte. Frauen, die vom Königshaus abstammten oder in dieses einheirateten, zählten zweifellos zur Elite im Alten Ägypten. Auch als Priesterinnen oder Gattinnen von Beamten kam ihnen eine hohe Stellung zu. Eigene Grabstellen bzw. eigene Verehrungsstellen im Grab des Mannes belegen dies. Die Berufsbilder der meisten Frauen im Alten Ägypten waren mit der Nahrungszubereitung verknüpft, wie Kornmahlen, Brotbacken, Bierbrauen und Weben. Grabbeigaben und Bilder in Gräbern zeigen sie als Dienerinnen oder beim Warenhandel am Markt. Frauen waren aber auch für die sogenannten "Schönen Künste" zuständig - Darstellungen von Musikantinnen oder Tänzerinnen sind aus allen Epochen der ägyptischen Geschichte erhalten. Innerhalb der Familie hatte die Frau die Stellung als "Herrin des Hauses" (nebet per) inne. Als solche war sie keinesfalls rechtlos oder unter Verschluss gehalten, sondern geschäftsfähig und erbberechtigt. Nicht zuletzt wird die Frau in der Liebeslyrik, die vor allem aus dem Neuen Reich erhalten ist, besungen. Darin wird ihre Schönheit gepriesen, aber auch ihre Untreue beklagt.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

In Tschechien sind die Gläubigen eine kleine Minderheit; Kirchenfeindlichkeit ist in der Gesellschaft weit verbreitet; Gestaltung: Kilian Kirchgeßner 1948 verstaatlichten die Kommunisten den gesamten Kirchenbesitz in Tschechien - die Kirchen, die Pfarrhäuser, die Klöster mit ihren Ländereien, die Kunstwerke. Während sich in allen anderen Ländern Mittel- und Osteuropas gleich nach der politischen Wende 1989 die neuen, demokratischen Regierungen mit den Kirchen aussöhnten und die enteigneten Güter wieder zurückgaben, entbrannte in Tschechien ein erbitterter Streit, der über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg die Gerichte beschäftigte. Erst 2012 bekam die Kirche einen großen Teil ihrer einstigen Besitztümer zurück und eine finanzielle Entschädigung für den Rest. Jetzt aber ist der Streit neu aufgeflammt: Die linksorientierte Regierung rüttelt an der Einigung und fordert, dass die Religionsgemeinschaften nun Steuern für die Entschädigung zahlen sollen.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Vom Verschwinden des Texas German Von Peter Kuttler und Guido Meyer Mitten in Texas gibt es einen merkwürdigen Dialekt, das Texas German. Ein Kauderwelsch aus Deutsch und Englisch, das Auswanderer vor Jahrhunderten nach Amerika gebracht haben. Es hat bis heute überlebt und dabei ein Eigenleben entwickelt - mit Wörtern, die es weder im Deutschen noch im Englischen gibt. Doch das Texas German stirbt allmählich aus, zusammen mit den Alten, die es noch sprechen. Und die Jungen interessiert dieses Erbe nicht besonders. Ein ehemaliger Deutschlehrer aus dem Städtchen New Braunfels, die Kuratorin eines Museums in Fredericksburg und der Veranstalter eines Radioprogramms mit deutscher Musik versuchen, den Bedeutungsverlust des Texas German in den vergangenen Jahrzehnten zu erklären.

19.30 Uhr
Mozartwoche 2020

Camerata Salzburg, Dirigent und Oboe: François Leleux; Emmanuel Pahud, Flöte; Paul Meyer, Klarinette; Radovan Vlatkovic, Horn; Gilbert Audin, Fagott. W. A. Mozart: a) Sinfonia concertante für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Orchester KV 297b; b) Konzert für Flöte und Orchester D-Dur KV 314; c) Konzert für Flöte und Orchester KV 313; d) Symphonie C-Dur KV 425, "Linzert Symphonie" (aufgenommen am 26. Jänner im Mozarteum Salzburg). Präsentation: Nicole Brunner

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Das postfaktische Zeitalter. Von der Degradierung der Wissenschaft (2). Gestaltung: Ulla Ebner Mehr Tabu als Sex? Die Menstruation im Porträt (2). Gestaltung: Tanja Rogaunig Beethovens "Fidelio". Klingende Revolution und /oder Manifest bedingungsloser Liebe? (2) Gestaltung: Gerhard Krammer

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Junge Komponierende des Kärntner Landeskonversatoriums präsentieren neueste Werke. Gestaltung: Angelika Benke Das Kärntner Landeskonservatorium wurde mit dem Wintersemester 2020 zur Gustav Mahler Privatuniversität für Musik, die sich ab jetzt nicht nur um Instrumental- und Gesangspädagogik-Studierende kümmert, sondern auch um "Musikalische Aufführungskunst". Dazu gehören natürlich auch junge Komponistinnen und Komponisten. Zum Schluss des Studienjahres 1018/19 konnte sich das Publikum aber noch im Rahmen des Kärntner Landeskonservatoriums (KONSE) über neue Werke freuen. Im Rahmen der Sonntagsmatinee "Komponisten am Werk", die von Jakob Gruchmann koordiniert wurde, haben unter anderem Panagiotis Efthymiou, Christoph Suttner und Franz Fellner neue Kompositionen zur Uraufführung gebracht. In diesem Konzert war das Spektrum der eingesetzten Instrumente weit gestreut, herkömmliche Streich- und Blasinstrumente, Klavier und Schlagwerk kamen ebenso zum Einsatz wie Hackbrett, Harfe und Stimme.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Pia Chryssochoidis Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten